06.02.2026 Verbraucherinfos

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Warum Strom günstiger und Gas und Öl 2026 teurer werden

Heizkosten 2026 entwickeln sich sehr unterschiedlich: Heizen mit Gas und Öl wird spürbar teurer, während sich Strom eher entspannt und durch PV-Eigenverbrauch deutlich im Vorteil ist.

2026 steigt der CO₂‑Preis für fossile Brennstoffe auf bis zu 65 Euro pro Tonne, was Gas und Heizöl direkt verteuert. Bei einer Gasheizung mit 20.000 kWh Jahresverbrauch fallen allein für die CO₂‑Abgabe bereits über 260 Euro pro Jahr an, bei einer Ölheizung mit 2.000 Litern Verbrauch können es rund 350–400 Euro sein. Zusätzlich steigen die Netzentgelte im Gasbereich weiter, sodass die Gesamtrechnung für Gaskunden langfristig höher ausfällt.

Warum Strom 2026 im Vergleich günstiger wird 

Beim Strom wirken mehrere Entlastungen: Unter anderem sollen die Stromnetzentgelte sinken, im Schnitt um rund 1,5 Cent pro kWh, was Haushalte in Deutschland im Jahr um einen zweistelligen Eurobetrag entlasten kann. Parallel dazu wächst der Anteil erneuerbarer Energien, was die Großhandelspreise stabilisiert und langfristig senken kann. Für dich heißt das: Reines „Strom ist teuer, Gas ist billig“ stimmt 2026 immer weniger – man muss genauer hinschauen, wie die Wärme erzeugt wird.

Wärmepumpe: Mehr Wärme aus einer kWh-Strom

Eine Wärmepumpe nutzt Umweltwärme und macht aus 1 kWh Strom im Jahresdurchschnitt etwa 3–4 kWh Heizwärme (Jahresarbeitszahl 3–4). Dadurch kostet dich eine kWh Wärme aus der Wärmepumpe oft weniger als eine kWh Wärme aus Gas oder Öl, obwohl der reine Strompreis pro kWh höher ist. Studien und Praxisbeispiele zeigen, dass Haushalte beim Umstieg von einer Öl- oder Gasheizung auf eine Wärmepumpe je nach Ausgangslage bis zu etwa 30–45% Heizkosten einsparen können.

Wie PV-Eigenverbrauch die Wärmepumpe noch günstiger macht

Richtig spannend wird es, wenn du deine Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage kombinierst. Jede selbst erzeugte kWh Solarstrom, die direkt in die Wärmepumpe fließt, musst du nicht mehr teuer aus dem Netz einkaufen und erzielst so deutlich geringere Wärmekosten. In vielen Beispielrechnungen erreichen Haushalte mit PV und Wärmepumpe Eigenverbrauchsquoten von 40–70% und können ihre jährlichen Energiekosten um 1.500 bis knapp 2.000 Euro gegenüber einer reinen Gasheizung senken. Mit einem Batteriespeicher und einem Home Energy Management System (HEMS) lässt sich der Eigenverbrauch weiter steigern, weil Wärmepumpe und andere Verbraucher automatisch auf sonnige Zeiten oder günstige Stromtarife verschoben werden.

Was das konkret für dich bedeutet

  • Wenn du heute noch mit Gas oder Öl heizt, musst du in den nächsten Jahren mit weiter steigenden Heizkosten rechnen – vor allem durch CO₂‑Preis und Netzentgelte.

  • Der Betrieb einer effizienten Wärmepumpe wird 2026 relativ attraktiver, weil Strom entlastet und fossile Brennstoffe belastet werden.

  • Mit einer PV‑Anlage auf dem Dach senkst du deine laufenden Kosten zusätzlich und machst dich ein gutes Stück unabhängiger von Energiepreisschwankungen.

Ein durchdachter Umstieg auf Wärmepumpe und PV ist deshalb nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern vor allem eine strategische Entscheidung für dauerhaft planbare und deutlich niedrigere Heizkosten ab 2026.

Grafik: KI generiert

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